Abtei Der ursprüngliche mittelalterliche Abteikomplex wurde des öfteren erweitert und verschönert. Im Jahre 1800 beschreibt Architekt François Joseph Duclos die vielen Gebäude. An erster Stelle den Palast der Äbtissin mit einem Pförtnerhaus, einen Innenhof umgeben von Ställen für Pferde und Kutschen, die Unterkunft der Stiftsdamen, sowie das Klostergebäude mit Innenhof und Abteikirche. Es handelte sich um Backsteinbauten. Die Türrahmen sind mit Naturstein aus Namur versehen und der Haupteingang hatte einen imponierenden Risalit, dessen Vorderfront teilweise im Museum ausgestellt wird.
Fast alle Gebäude wurden in der französischen Zeit (1794-1814) abgetragen, nur die Abteikirche konnte vor Vernichtung bewahrt werden. Auch die Wohnungen, in denen die Stiftsdamen lebten, blieben erhalten. Durch die Jahrhunderte hindurch blieb die Atmosphäre und vieles von der historischen Schönheit erhalten. Der alte Kern von Thorn fand 1973 nationale Anerkennung und bekam das Prädikat 'geschützte Stadtansicht'.